{"id":7429,"date":"2023-01-26T11:26:23","date_gmt":"2023-01-26T10:26:23","guid":{"rendered":"https:\/\/evo.becken-hamburg.de\/der-hamburger-immobilienmarkt-2023-buero-weiter-solide-wohnen-aber-vor-grossen-herausforderungen\/"},"modified":"2026-03-04T19:45:00","modified_gmt":"2026-03-04T18:45:00","slug":"der-hamburger-immobilienmarkt-2023-buero-weiter-solide-wohnen-aber-vor-grossen-herausforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/becken-hamburg.de\/en\/der-hamburger-immobilienmarkt-2023-buero-weiter-solide-wohnen-aber-vor-grossen-herausforderungen\/","title":{"rendered":"Der Hamburger Immobilienmarkt 2023: B\u00fcro weiter solide, Wohnen aber vor gro\u00dfen Herausforderungen"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_block_section\">\n<div class=\"et_pb_row_0 et_pb_row et_pb_row_3-4_1-4 et_block_row et_block_row_3-4_1-4\">\n<div class=\"et_pb_column_0 et_pb_column et_pb_column_3_4 et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough\">\n<div class=\"et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><h6 style=\"margin-bottom: 45px;\"><a href=\"\/en\/aktuelles\/\">aktuelles | Pressemitteilung<\/a><\/h6>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_1 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Der Hamburger Immobilienmarkt 2023:<br \/>B\u00fcro weiter solide, Wohnen aber vor<br \/>gro\u00dfen Herausforderungen<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_2 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><h3 style=\"margin-bottom: 25px;\">Hamburg, 26. Januar 2023<\/h3>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_3 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><ul>\n<li>Immobilienboom in Deutschland vorerst vorbei<\/li>\n<li>Viele Bauvorhaben und Ank\u00e4ufe werden verschoben oder aufgegeben<\/li>\n<li>Finanzierer agieren zur\u00fcckhaltender<\/li>\n<li>Hamburger B\u00fcromarkt weiterhin robust mit stabilen Spitzenmieten,<br \/>hohem Fl\u00e4chenumsatz und geringen Leerstandsquoten<\/li>\n<li>Nachhaltigkeit (ESG) zieht Investoren und Mieter an<\/li>\n<li>Hamburger Wohnungsmarkt: Neubau-Defizit erh\u00f6ht Druck auf Mieten<\/li>\n<li>Kaufpreisabschl\u00e4ge durch ver\u00e4nderte Finanzierungskonditionen<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div>\n\n<div class=\"et_pb_text_4 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Der langanhaltende Immobilienboom der vergangenen zw\u00f6lf Jahre ist vorbei \u2013 in Hamburg wie auch in ganz Deutschland. Steigende Zinsen, die hohe Inflation, unterbrochene Lieferketten sowie zunehmende Nachhaltigkeitsanforderungen bringen f\u00fcr die Immobilienbranche enorme Herausforderungen mit sich. Viele Marktteilnehmer sind verunsichert, die Risikoaversion der Investoren nimmt zu, Finanzierer agieren zur\u00fcckhaltender. Dennoch ist der Hamburger B\u00fcromarkt in robuster Verfassung. Stabile Spitzenmieten, ein hoher Fl\u00e4chenumsatz und geringe Leerstandsquoten sprechen f\u00fcr eine anhaltend hohe Attraktivit\u00e4t des B\u00fcromarktes in der Hansestadt. Auf dem Wohnmarkt dagegen treibt das anhaltende Wohnungsdefizit die Mieten in die H\u00f6he, gleichzeitig f\u00fchren ver\u00e4nderte Konditionen bei Finanzierungen zu Kaufpreisabschl\u00e4gen. Dies sind wesentliche Ergebnisse der Pressekonferenz \u201eDer Hamburger Immobilienmarkt \u2013 Ausblick 2023\u201c, an der Peter Axmann, Leiter Immobilienkunden bei der Hamburg Commercial Bank, J\u00f6rn Stobbe, Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung bei der Becken Holding GmbH, und Sascha Hanekopf, Regional Manager Hamburg bei Colliers, teilnahmen.<\/p>\n<p><strong>Immobilienfinanzierer zur\u00fcckhaltender \u2013 ESG-Transition bietet Wachstumschancen<\/strong><br \/>\u201eIm vergangenen Jahr gab es einen Wendepunkt. Der langanhaltende Immobilienboom wurde durch steigende Zinsen, zunehmende Lieferengp\u00e4sse und drastisch gestiegene Baukosten beendet \u2013 das hat alle Marktteilnehmer verunsichert. Die Immobilienfinanzierer reagieren mit deutlicher Zur\u00fcckhaltung bei der Kreditvergabe auf die Entwicklungen in den vergangenen Monaten, insbesondere bei der Finanzierung von Projektentwicklungen. Sie erwarten mehr Eigenkapitaleinsatz und haben die Margen angezogen, um die gestiegenen Risikokosten abzufedern\u201c, sagte Peter Axmann, Leiter Immobilienkunden bei der Hamburg Commercial Bank. Mit Blick auf die zunehmend wichtiger werdenden ESG-Anforderungen sagte der Experte: \u201eAls Finanzierer wollen wir die Transition der Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit unterst\u00fctzen, denn der Investitionsbedarf auf Unternehmensseite ist enorm gro\u00df. Durch die Wandlung von Immobilien von \u201abrown to green\u2018 werden sich f\u00fcr die Kreditinstitute Wachstumschancen ergeben. Gleichwohl wird nicht bei allen Immobilien eine energetische Sanierung technisch oder wirtschaftlich machbar sein, so dass es auch \u201astranded assets\u2018 geben wird.\u201c<\/p>\n<p>Als Folge des angespannten Wohnungsmarkts und des nicht erreichten Ziels von 400.000 Neubauwohnungen pro Jahr in Deutschland sieht Peter Axmann k\u00fcnftig steigende Mieten: \u201eIch erwarte, dass die Mietkosten k\u00fcnftig im Schnitt von rund einem Viertel auf etwa 35 Prozent des Haushaltseinkommens steigen wird. Damit n\u00e4hern wir uns in Deutschland Metropolregionen in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern an, in denen Wohnen schon heute teurer ist.\u201c Neben der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnraum und dem Mangel am Zubau in den vergangenen Jahren w\u00fcrden sich auch steigende Kosten f\u00fcr energetische Bauweisen in den Kalkulationen der Projektentwickler niederschlagen, die letztendlich von den Mietern aufgebracht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>B\u00fcroimmobilienmarkt bleibt attraktiv mit Blick auf ESG-Standards<\/strong><br \/>R\u00fcckblickend ist ein stetiger Anstieg der Spitzenmiete erkennbar. So lag diese im Jahr 2022 bei 35 Euro \/ Quadratmeter und die Durchschnittsmiete bei 22 Euro \/ Quadratmeter, was ein Plus von 19 Prozent gegen\u00fcber 2021 bedeutet. Der B\u00fcrofl\u00e4chenumsatz war nach einem Tiefpunkt 2020 im Jahr 2022 wieder auf Wachstumskurs und lag bei 554.000 Quadratmetern, im Jahr 2021 waren es noch 77.000 Quadratmeter weniger. Ein \u00e4hnliches Spitzenresultat konnte zuletzt im Jahr 2018 mit einem Fl\u00e4chenumsatz von 563.000 Quadratmetern erzielt werden. Die Leerstandsquote sank um 10 Basispunkte auf 3,9 Prozent. Die Vorvermietungsquote lag bei 62 Prozent. Besonders Alsterlagen (1,7 Prozent) und die HafenCity (2,2 Prozent) wiesen sehr geringe Leerstandsquoten auf (Quelle: BNPPRE 12\/2022).<\/p>\n<p>\u201eMit Blick auf 2023 kann ein weniger volatiler Zinsmarkt mehr Transaktionssicherheit bedeuten. Z\u00f6gerliche Investoren und zur\u00fcckhaltende Banken erwirken m\u00f6glicherweise ein weiter r\u00fcckl\u00e4ufiges Transaktionsvolumen. Bedingt durch die hohen Baupreise ist ebenso mit r\u00fcckl\u00e4ufigen Baufertigstellungen zu rechnen, was den Anstieg des Leerstands eind\u00e4mmen und die Mieten weiter steigen lassen wird, unter anderem durch Indexmietvertr\u00e4ge und ESG-Anforderungen\u201c, sagte J\u00f6rn Stobbe, Sprecher der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung bei der Becken Holding GmbH, und prognostiziert: \u201eDer Ausblick f\u00fcr den B\u00fcroimmobilienmarkt ist weiter positiv, aber auf lange Sicht nur f\u00fcr nachhaltige Projektentwicklungen oder Modernisierungen im Bestand. Nachhaltigkeitskriterien spielen f\u00fcr Investoren und vor allem Mieter bei der Auswahl von B\u00fcroimmobilien eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Wer seine Bestandsimmobilie ESG-fit macht, steigert also langfristig ihren Wert.\u201c<\/p>\n<p><strong>Anhaltendes Wohnungsdefizit in der Hansestadt treibt Mieten in die H\u00f6he - ver\u00e4nderte Finanzierungskonditionen f\u00fchren zu Kaufpreisabschl\u00e4gen<\/strong><br \/>2021 wurden in Hamburg lediglich 7.461 Wohnungen fertiggestellt, damit ein Drittel weniger als im Jahr zuvor. Colliers beziffert auf dieser Grundlage das f\u00fcr 2021 aggregierte Wohnungsdefizit in der Hansestadt mit 51.833 Einheiten. Bestandsmieten stiegen in Hamburg von 2017 bis 2022 durchschnittlich um 3,2 Prozent p.a., wobei der Anstieg 2022 bei 3,8 Prozent, damit also \u00fcberdurchschnittlich, notiert. Auff\u00e4llig ist dabei, dass der Anstieg der Neubaumieten 2022 (+6,2 %) gegen\u00fcber dem Schnitt der Jahre 2017 bis 2022 deutlich mehr an Fahrt aufgenommen hat.<br \/>Sascha Hanekopf, Regional Manager bei Colliers in Hamburg, erl\u00e4utert: \u201eWeiterhin anhaltende Schwierigkeiten mit Lieferketten und steigenden Baukosten werden auch 2023 die Neubaut\u00e4tigkeit in Hamburg ausbremsen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich das Wohnungsdefizit in absehbarer Zeit verringert. Wir beobachten zudem eine zunehmende Verlagerung in die st\u00e4dtischen Randgebiete: Stadtteile wie Billstedt werden aufgrund des noch verf\u00fcgbaren bezahlbaren Wohnraums - bei gleichzeitig guter Anbindung an die Hamburger Innenstadt - immer attraktiver.\u201c<br \/>Colliers geht von einer dem aktuellen Marktumfeld angepassten Dynamik auf dem Wohnungsmarkt aus. Sascha Hanekopf: \u201eWeitere Zinsschritte werden Immobilienrenditen verst\u00e4rkt unter Druck setzen. Zwar ist das Anlageinteresse am Hamburger Wohnungsmarkt nach wie vor hoch, die Preise d\u00fcrften k\u00fcnftig aber auf die aktuellen wirtschaftlichen Ver\u00e4nderungen reagieren. Strengere Finanzierungskonditionen und gleichbleibende Aussch\u00fcttungserwartungen der Investoren f\u00fchren mittelfristig zu Kaufpreisabschl\u00e4gen.\u201c<\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n<div class=\"et_pb_column_1 et_pb_column et_pb_column_1_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough\">\n<div class=\"et_pb_text_5 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Ansprechpartner PR-Agentur<\/strong><\/p>\n<p>RUECKERCONSULT GmbH<\/p>\n<p>Susanne Franz<br \/>\n<a href=\"mailto:becken@rueckerconsult.de\">becken@rueckerconsult.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Ansprechpartner Becken<\/strong><\/p>\n<p>Nina Binn\u00e9<br \/>\nHead of Corporate Branding<br \/>\n&amp; Communications<\/p>\n<p><a href=\"mailto:n.binne@becken.de\">n.binne@becken.de<\/a><\/p>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der langanhaltende Immobilienboom der vergangenen zw\u00f6lf Jahre ist vorbei \u2013 in Hamburg wie auch in ganz Deutschland. 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